Persönliche Erfahrungen mit Licht und Ton Gottes



Catch & Carry
Ron Wennekes

Blendendes blaues Licht: ein Wunder im Operationsraum

von C. K.-S.

Im Februar letzten Jahres verlor ich meine Schwester, die an Aids starb. Sie war gegen Ende ihres Lebens sehr an Eckankar interessiert. Nach Jahren des Drogenkonsums und harten Erfahrungen hatte sie sich die Tatsache zu eigen gemacht, dass wir für unser Leben selbst verantwortlich sind. Als Seele trifft jeder von uns täglich spirituelle Entscheidungen. Sie begann meinen Ausführungen über die Spirituellen Übungen von ECK zuzuhören, wie sie uns helfen, unsere höchste Bestimmung zu erkennen, und wie wir als göttliche Seelen unsere Lektionen wählen.

Ihr Tod stimmte mich sehr traurig. Aber schon bald darauf begann das Leben mich mit der Nachricht, dass mein erstes Kind im folgenden März geboren werden würde, aus meinem Kummer herauszureißen.

Ungefähr einen Monat vor dem Termin traf ich meine Schwester im Traumzustand. Irgendwie wusste ich, dass wir uns auf den Straßen von London, England, befanden. Ich war überrascht zu sehen, dass mein spiritueller Führer, der Mahanta, neben ihr ging – und dass meine Schwester mein Baby in ihren Armen trug.

"Kennst du den Mahanta auch?", fragte ich sie im Traum.

"Oh ja", antwortete sie, "ich gehe ja mit ihm. Aber das ist nicht der Grund, warum ich hier bin. Man hat mich ausgewählt, dir eine Botschaft zu überbringen. Sie haben sich für mich entschieden, für jemanden, den du gut kennst, damit du dich nicht zu sehr fürchtest."

Meine Schwester schaute mir geradewegs in die Augen. "Dein Baby wird bald zur Welt kommen. Es wird eine traumatische Erfahrung werden. Du wirst einen Kaiserschnitt bekommen müssen, aber hab´ keine Angst."

"Nein, das passiert nicht!", rief ich aus. "Ich werde mein Baby auf natürliche Weise bekommen."

"Nein, es wird nicht so sein, wie du es erwartest", beharrte meine Schwester. "Es wird dir Angst machen, aber unter ganz besonderen Umständen ablaufen. Du wirst ein Zeichen bekommen, dass alles gut verlaufen wird. Ihr werdet beide leben, du und das Baby."

Plötzlich kam mir alles sehr merkwürdig vor. "Es wird schon spät", sagte ich zu meiner Schwester, "und ich kann nicht auf den Straßen von London herumlaufen. Ich bin schwanger! Ich sollte zu meinem Mann zurückkehren."

Bevor ich mich abwenden konnte, drückte sie mir das gewickelte Baby in die Arme. Es war ein Junge.

Als der Traum verblasste, stellte ich fest, dass ich in meinem bewussten Verstand das Geschlecht des Babys nicht kannte. Mein Mann und ich hatten darum gebeten, es nicht zu erfahren, als meine Ultraschallaufnahmen gemacht wurden.

Ich wachte schweißgebadet auf. Aber Moment! Es war mehr als Schweiß – meine Fruchtblase war geplatzt. Innerhalb weniger Minuten war ich im Krankenhaus. Mein Baby befand sich in der Beckenendlage (falsch herum in der Gebärmutter), und plötzlich verschlechterte sich alles. Sie konnten das Baby nicht drehen, die Nabelschnur war dabei vorzufallen und ein Kaiserschnitt wurde notwendig.

Der Arzt sagte mir, dass er mir keine Vollnarkose geben konnte, und die nächsten zwei Stunden waren eine einzige Panik – ich weinte und schrie. Ich hatte Angst, mein Mann hatte Angst, und schließlich sagte mir der Arzt, dass sogar er aufgeregt war. Das Kind und ich waren gefährdet.

Die Sache war an einem entscheidenden Punkt angelangt. Die Zeit drängte. Ich brachte es fertig, mit dem Ausatmen auszurufen: "Ich kann nicht mehr – solche Schmerzen – kann ich mein besonderes Lied, das HU, singen?"

Einer der Ärzte sagte: "Bitte tun Sie alles, was Sie können! Es ist mir gleich, was es ist – wir brauchen hier jede Hilfe, die wir bekommen können." Ich begann, mit meinem Mann, das HU zu singen, so laut ich konnte, während mehrere Ärzte und Schwestern ihre Arbeit fortsetzten.

Plötzlich stellte ich fest, dass das Baby geboren war. Während meiner ganzen Schwangerschaft hatte ich den Göttlichen Geist gebeten, ob ich Zeuge sein könnte, wie die Seele, mein Kind, ihren physischen Körper betritt. Und in dem Augenblick, als sie den winzigen Körper meines kleinen Jungen hochhielten, rauschte ein blendendes Licht durch das Zimmer.

Es zog einen Streifen in Form eines riesigen, neonblauen Z. (Ein blaues Licht ist oft ein Zeichen der Führung und des Schutzes des Mahanta, der im Inneren unter dem Namen Z bekannt ist – ausgesprochen wie "Siii".) Dann landete das Licht im Körper des Babys, und voller Leben schrie es los. Die Schwestern sahen ganz benommen aus, als sie es wickelten. Als mir mein Sohn übergeben wurde, nahm ich wahr, dass er genauso aussah, wie in meinem Traum mit meiner Schwester: vollständig eingewickelt.

Ich blickte in sein Gesicht. Er lächelte, und ein Augenblick tiefen Friedens kam über mich. Dann versammelten sich die Ärzte und Schwestern um mich und sagten mir, dass er ein ganz besonderes und glückliches Baby sei. "Was auch immer diese Sache mit dem HU war, die Sie da gemacht haben, das war wirklich etwas Tolles", sagte einer.

"Weshalb sagen Sie das?", fragte ich. "Nun", gestand er, "ich weiß nicht, ob Sie es alle gesehen haben, aber das Licht im OP wurde blau!"

"Haben Sie das auch gesehen?", rief ein anderer aus. Am nächsten Tag kamen sie alle einzeln in mein Zimmer, um mehr über das HU zu erfahren. Mein chinesischer Anästhesist sagte immer wieder: "Singen Sie das HU für mich. Dieses HU – es hat Ihnen geholfen, es hat das Baby gerettet und mich ebenfalls! So muss man das machen!"

Die meisten Krankenschwestern akzeptierten das erstaunliche blaue Licht einfach als ein besonderes Zeichen.

Aber ein paar Ärzte machten sich Gedanken. Sie fragten nach, um zu sehen, ob der Strom ausgefallen war und die Generatoren zum Einschalten gebracht hatte. Aber an diesem Tag war mit der Stromversorgung des Krankenhauses nichts Ungewöhnliches geschehen.

Einige meiner Krankenpfleger fragten sogar schüchtern, ob sie das Eckankar-Center besuchen könnten. Sie stellten auch lustige Fragen wie: "Haben Sie eine Verbindung mit irgendetwas Elektrischem gehabt, bevor Sie in den OP gekommen sind?" Ich lächelte einfach, wenn sie die Geschichte von dem Tag wiedergaben, an dem der Operationssaal blau wurde.

Erst als ich nach Hause zurückkehrte, dämmerte es mir. Mein Kind wurde genau an demselben Tag geboren, an dem ich meine Schwester verloren hatte – auf den Tag genau ein Jahr später. Sie bewies mir, dass der Tod einfach ein weiterer Schritt im Kreis der Existenz der Seele ist.

Entdecken Sie Ihre spirituelle Bestimmung in diesem Leben

von S.S. und T.B.

Wenn Sie vom Herzen aus eine Frage stellen, antwortet der Göttliche Geist. Aber Er antwortet auf seine eigene Weise, zu Seiner eigenen Zeit.

Einige Monate lang hatte ich darüber nachgedacht, warum wir hier sind – über meine eigene spirituelle Aufgabe und die von anderen. Ich stellte die Frage: Was kann mich der Göttliche Geist darüber lehren?

Eines Nachts erhielt ich zu meiner Überraschung eine einfache Botschaft, so als ob sie jemand in mein Herz schreiben würde: Unsere Aufgabe und Bestimmung im Leben ist es zu lieben. Uns selbst zu lieben, Gott zu lieben, andere zu lieben und alles Leben zu lieben.

Ich verstand dies als die grundlegende allgemeine Aufgabe für jedermann. Dann sagte mir das ECK, der Göttliche Geist: "Es gibt da noch eine zweite Art der Aufgabe, deine spezielle Aufgabe. Sie ist deine persönliche Art und Weise, in diesem Leben etwas über die Liebe zu lernen. Diese persönliche Aufgabe kann in Form einer speziellen Fähigkeit oder Lernerfahrung im Leben auftreten." Ich glaube, eine persönliche Aufgabe ist Ihre individuelle Art und Weise, Gottes Liebe hier und jetzt zu fühlen und auszudrücken.

Das passt zu einem Zitat aus dem Buch Das Shariyat-Ki-Sugmad, Buch 2, der heiligen Schrift von Eckankar: "Es war immer das Ziel und der Zweck von Eckankar, die Seele auf Ihrem eigenen Weg zu Ihrer göttlichen Quelle zurückzuführen." Die Straße zu Gott ist also nicht festgelegt! Es ist die Aufgabe und Verantwortung jeder Seele, Ihren eigenen Weg nach Hause zu entdecken und ihm zu folgen.

Der Göttliche Geist, das ECK, war in Seiner Botschaft großzügig zu mir und zeigte mir, dass unsere Aufgabe so selbstverständlich ist wie wir atmen und so natürlich wie unsere Handschrift. Sie ist uns in der Tat so selbstverständlich, dass wir sie oft übersehen. Wir glauben nicht, dass viel dahinter steckt. Sind Sie ein geborener Sänger? Gärtner? Organisator? Familienernährer? Es ist interessant, wie viele von uns keine Vorstellung von der Aufgabe haben, die so sehr ein Teil von uns selbst ist. Stolpern Sie nicht über Ihre eigenen Begabungen. Sie sind Ihr Weg, etwas über Liebe zu lernen und Ihr Weg, dem Leben zu dienen.

Ich habe eine wunderbare spirituelle Gleichung gelernt: Zu tun, was man liebt, ist gleich glücklich zu sein. Glück bedeutet, entsprechend dem eigenen hohen Potenzial zu leben, ein Mitarbeiter Gottes zu werden. Um dies in die Tat umzusetzen, können Sie vielleicht eine einfache Übung ausprobieren: Nehmen Sie ein Stück Papier und schreiben Sie alles nieder, was Sie gerne mögen. Was macht Sie glücklich? Sammeln Sie einfach ein paar Minuten lang einige Gedanken hierzu auf Papier und fügen Sie in den nächsten paar Tagen oder Wochen immer wieder Dinge hinzu. Schreiben Sie dann nieder, was Sie davon abhält, die Dinge auf Ihrer Liste zu tun. Nehmen Sie sich die Zeit, um über Ihre Entdeckungen wirklich zu kontemplieren und nach ihnen zu handeln. Was hält uns davon ab, unsere Aufgabe zu finden oder uns selbst zu lieben? Zum einen fühlen wir uns unwürdig. Wir sagen: "Ich kann es nicht tun. Ich bin nicht gut genug." Zum anderen hören wir nicht zu. Wir haben zu viele Filter. Wir beurteilen uns und denken in Begriffen von sollen und nicht sollen, gut und schlecht, richtig und falsch. Oder wir haben zu viele Meinungen darüber, wie die Dinge sein sollten: "Es ist zu heiß, um rauszugehen und zu malen." "Es ist zu kalt, um da draußen zu stehen und zu zeichnen." "Ich muss erst zum Laden fahren, um Farben zu besorgen." Diese Umwege sind Erfahrungen, unsere Lektionen, und während wir lernen, eine größere Wahrheit zu sehen, helfen sie uns, uns in das göttliche Bewusstsein hineinzubewegen.

Eine Freundin, Kathryn, hat sich immer um andere gekümmert, Kinder, ältere Leute und fast jeden, der Bedarf hatte. Sie kocht für Freunde oder macht für sie sauber. Ihre Fähigkeiten, für andere zu sorgen, zeigen sich für die meisten von uns ganz deutlich. In der Tat arbeitete sie schließlich jahrelang als Kellnerin und führt nun Restaurants und dient ständig anderen. Und man liebt sie deswegen. Ihre drei Kinder lieben sie auch! Ich fragte sie kürzlich, was ihre Aufgabe ist. Ich war überrascht, dass sie keine Ahnung hatte. Sie fragte mich, was ich glaubte, was ihre Aufgabe sei. Ich antwortete: "Deine Aufgabe scheint mir darin zu bestehen, anderen zu dienen und für sie zu sorgen; das ist dein Weg, ein erfüllteres Leben zu führen und dem Leben etwas zu geben."

"Ich habe immer vermutet, dass es für andere zu sorgen sein könnte," lachte sie, "aber weil es so leicht und natürlich war, hielt ich es nicht für eine sehr wichtige Aufgabe."

Das Nächste, was uns davon abhält, unsere Aufgabe zu finden und uns selbst zu lieben, ist das Zögern. Wir sagen fortwährend: "Ich werde irgendwann dazu kommen." Aber das Leben fliegt vorüber! Fragen Sie einfach irgendeinen Menschen, der achtzig Jahre alt ist.

Ein anderes Hindernis kann darin bestehen, keine Verantwortung zu übernehmen und nicht auf unsere innere Führung zu reagieren. Dieses Hindernis macht uns das Leben leicht. Sobald wir unsere Aufgabe kennen, müssen wir danach leben! Das bedeutet Verpflichtung: weniger Zeit, andere Dinge zu tun und viel mehr Verantwortung.

Manche werden eine Aufgabe als karmische Pflicht übernehmen. Ein anderer Freund, Jim, fand, dass studieren, um Arzt zu werden, kinderleicht war. Er konnte viele Kurse auslassen und trotzdem außerordentlich gut bei Prüfungen abschneiden. Er wurde ein großartiger Arzt, an den sich andere Ärzte wenden, wenn sie Rat suchen. Eines Tages aßen Jim und ich zu Mittag. Als wir uns über Ereignisse in unserem Leben unterhielten, gab er mir ein Buch über japanische Kriegsherren. Ich war schockiert, denn nur ein paar Tage zuvor hatte ich eine Reihe von Träumen gehabt, und ich sah ein vergangenes Leben mit Jim: Er war ein japanischer Kriegsherr, der Tausende von Menschen getötet hatte. Das hatte ihn kaum berührt, denn er hatte das Leben damals nicht als heilig betrachtet. Ich sah in dem Traum auch, dass er nach seinem Leben als japanischer Kriegsherr viele Leben lang Arzt sein musste. Um den Wert des Lebens kennen zu lernen, musste er unter den Sterbenden leben und versuchen, sie zu heilen. Sein Weg, lieben zu lernen, bedeutete für Jim, Arzt zu sein. Es war leicht für ihn wegen seiner größeren Lektion – die Heiligkeit des Lebens kennen zu lernen.

Beim Gespräch erzählte mir Jim von einem Problem mit seinem Hals. Es war so schwerwiegend geworden, dass er fast gestorben wäre und eine Operation hatte, um das Problem zu beseitigen. Ich erkannte, dass das perfekt zusammen passte: In meinem Traum pflegte Jim seine Feinde zu beseitigen, indem er sie köpfte. Meine eigene Aufgabe als Künstler und Lehrer hat sich als interessanter Weg erwiesen. Ich wusste davon seit meiner Kindheit. Kunst war leicht und natürlich, aber ich wollte nicht die Verantwortung übernehmen, die Disziplin, die ich benötigen würde, um einen reinen Bewusstseinszustand auf Leinwand auszudrücken.

Ich musste viele andere Beschäftigungen opfern, um mich auf die Kunst zu konzentrieren. Und obwohl ich sie liebte, war sie eine Last. Eines Tages, als ich über Kunst und Unterrichten nachdachte, hörte ich eine innere Botschaft vom Göttlichen Geist: "Deine Aufgabe ist genau das Richtige, um deinen Weg nach Hause zu Gott zu finden." Ich erkannte, dass es mein Auftrag war, Künstler zu sein und Kunst zu lehren. Aber meine Aufgabe oder Lektion lag darin, aufnahmefähig für den Heiligen Geist zu sein, meine Einfühlsamkeit zu verbessern, etwas über Wunder zu lernen und die Frische in allem Leben zu sehen, die Schönheit in allem zu schätzen und den Rhythmus des Lichts zu sehen und zu kennen. Das war mein Weg, das Leben mehr zu lieben. Einige Jahre, nachdem ich das erkannt hatte, begann ich wieder an mir zu zweifeln. Ich war immer noch nicht überzeugt. Ich war bereit, meine Träume von der Kunst und vom Unterrichten aufzugeben. Dann hatte ich einen Traum, in dem ich einen Mann traf, zusammengekauert an einem dunklen, nebligen Ort. Ich wusste, dass ich mir selbst in einem vergangenen Leben begegnete. Dieser Mann hatte eine Aufgabe: mir zu sagen, warum ich mit der Kunst weitermachen musste. Er sagte, "L'amour est." Ich sprach offensichtlich zu mir selbst auf Französisch, aber in diesem Leben kann ich kein Französisch!

Ich hielt bei einer Bücherei an, konnte aber die Bedeutung der Worte nicht herausfinden. Schließlich rief ich einen Freud an, der Französisch spricht. Er sagte mir, dass "l'amour est" "Liebe ist" bedeutet. So hatte ich mir die Botschaft aus einer vergangenen Existenz selbst gegeben: Bleib' nicht im Dunklen. Das Malen ist dein Weg, mehr über die Liebe zu lernen und Liebe zu geben. Für mich ist dieser Weg, meine Liebe zu leben, genau das Richtige für die Reise nach Hause zu Gott.

Und was ist für Sie das Richtige?


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